Michelsenschule Hildesheim - Religion

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Unsere Fachgruppe Religion

An der Michelsenschule gibt es eine gemeinsame Fachgruppe für die Fächer Evangelische Religion, Katholische Religion sowie Werte und Normen. Die Fachlehrer_innen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir möchten die Schüler_innen fit machen für die Sinnfragen der Welt.

Wordle aus Aspekten, die uns Religionslehrkräften wichtig sind

 


 

Wozu?

Bereits Kinder stellen die großen Fragen des Lebens: „Wie ist die Welt entstanden?“, „Wo sind die Toten?“ oder „Wie sieht es im Himmel aus?“ Bei Jugendlichen lauten die Fragen dann: „Was ist Sinn und Ziel meines Lebens?“, „Was ist der Weg zum wahren Glück?“, „Was ist gut und böse?“, „Woher kommt das Leid?“ oder „Existiert Gott?“ Bei der Suche nach Antworten treffen Kinder und Jugendliche auf Menschen mit unterschiedlichen religiösen oder weltanschaulichen Einstellungen und Lebensstilen. Im Religionsunterricht werden die persönlichen Fragen der Schüler_innen ernst genommen, mögliche Antwortversuche gemeinsam entwickelt und Sinnangebote eröffnet. In diesem Kontext fällt den Schüler_innen auf, dass Religion ein Teil unserer Lebenswelt ist. Auch wer in einer nicht-religiösen Familie aufwächst, begegnet im Alltag immer wieder religiösen Symbolen, Gebäuden, Ritualen, Lebensweisen und Überzeugungen. Religion und Kirche bleiben folglich auch in der säkularisierten Gesellschaft präsent, weil sie unsere Gesellschaft und Kultur maßgeblich mitprägen. Somit gehört eine religiöse Bildung zur Allgemeinbildung der Schüler_innen. Unser Ziel ist es, die Schüler_innen auf ihrem Lebensweg dabei zu begleiten, sich zu religiös mündigen Individuen zu entwickeln, die zu unterschiedlichen Glaubenspositionen begründet Stellung beziehen können und ihren eigenen Glauben zeitlebens kritisch reflektieren lernen.

Plakat aus der Unterrichtseinheit „Glauben in verschiedenen Kirchen“ aus dem 5. Jahrgang

 


 

Was?

Wir setzen uns mit den folgenden Leitthemen auseinander:

 


 

Wie?

Unser Unterricht gestaltet sich wie folgt:

 


 

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“

Einschulung des 5. Jahrgangs 2017

Eine von Schülern gestaltete Adventsandacht des 5. Jahrgangs

Erkundungen evangelischer und katholischer Kirchenräume durch den 5. Jahrgang

 Plakat zu einer Projektarbeit

Museumskoffer aus der Unterrichtseinheit „Vorbilder der Kirchengeschichte“ des 7. Jahrgangs

Moscheebesuch des 8. Jahrgangs

Screenshot aus einem Video, das von Oberstufenschülern zum Thema "Gottesbilder" erstellt wurden

 


 

Fahrt des 9. Jahrgangs nach Bergen-Belsen

Am Mittwoch, den 23. Mai 2018 ist der 9. Jahrgang in das KZ Bergen-Belsen gefahren. Für die Führung wurden wir in die Religions-Kurse aufgeteilt und jeweils einem Gedenkstättenpädagogen zugeteilt. Zuerst hat unser Leiter uns eine kurze Einführung in die Geschichte des KZs gegeben. Hier haben wir erfahren, dass das KZ ein Austauschlager war und den Insassen häufig vorgehalten wurde, sie würden hier bevorzugt behandelt werden und sie könnten froh sein, dass sie nicht in einem richtigen KZ seien. Diese Behauptung stimmte spätestens ab Dezember 1945 nicht mehr, da die Bedingungen sich nun stetig verschlechterten und die Befreier ein unvorstellbares Grauen vorfanden.

Nach der Einführung sind wir in die Sonderausstellung Kinder im KZ gegangen. Dort durften wir uns eine halbe Stunde lang umsehen. Vorgefunden haben wir Texte, Bilder und Interviews von Kindern, die im KZ Bergen-Belsen geboren oder aufgewachsen sind. Wie die verschiedenen Aufseher sich den Insassen gegenüber verhielten, zeigte sich uns hier deutlich daran, dass ein kranker Aufseher die Milch für die Babys brachte und in diese hinein nieste. 

Danach sind wir in die große Ausstellung gegangen. In Erinnerung geblieben sind hauptsächlich die Szenen, die im Filmtower gezeigt wurden. Außerdem gab es Texte, Bilder, Vitrinen und Filme mit Interviews von Insassen. Alle Informationen machten eine Situation deutlich, die für uns heute unvorstellbar ist. Gut deutlich wurde das in einem Interview: „Die Fotos, die Filme, nichts kann das Grauen, den Gestank und die Hoffnungslosigkeit der Menschen, denen die Befreier gegenüberstanden, wiedergeben.“

Auf dem Gelände konnte man nur noch die Grundsteine der Baracken und des Lazarettes sehen, da die Gebäude aufgrund von Seuchengefahr niedergebrannt werden mussten. Unser Leiter nannte zwar vielfältige Informationen und zeigte Bilder, aber eine wirkliche Vorstellung des Lebens hier konnten wir hier draußen in der wunderschönen Natur nicht entwickeln. Dafür eignen sich unserer Meinung nach eher die Ausstellungen.

Am Ende hatten wir noch Zeit für eine Nachbesprechung und sind dann nach einem sehr informativen Tag wieder nach Hause gefahren.