Michelsenschule Hildesheim - 2019
Präventionstheater zum Thema Cyber-Mobbing

„Fake oder War doch nur Spaß“

Cyber-Mobbing bedeutet, dass Mobbing eben nicht mehr nur im direkten persönlichen Kontakt in der Klasse, im Schulhof, auf dem Schulweg oder dem Sportplatz geschieht, sondern parallel im Internet, in den sozialen Medien und über das Handy, 24/7.

Wie schnell so etwas gehen kann, zeigt die mobile Theaterproduktion zum Thema Cyber-Mobbing. Mobbing und Medienkompetenz. Das Ensemble Radiks brachte das Stück „Fake oder War doch nur Spaß“ von Karl Koch auf die Bühne in der Aula der Michelsenschule. Etwa 115 Schüler*innen der siebten Klassen sowie Schülermedientrainer*innen sahen die einstündige Vorführung und gingen danach mit den Darstellern Michael Sumper und Marie Beiderwellen in die Diskussion. „Das Stück soll sensibilisieren und zeigen, wie es sich anfühlt gemobbt zu werden“, so Marie Beiderwellen. Hauptakteurin ist die 17-jährige Lea, die davon träumt, Sängerin zu werden. Als sie in einer Casting-Show aufgenommen wird, weckt das Neid und Missgunst. Die Umstände spitzen sich immer mehr zu, und Lea versucht sich das Leben zu nehmen. Doch ein Mitschüler findet sie...

Die Probleme rund um Cyber-Mobbing brauchen viel Aufmerksamkeit. Gerade Mobbing-Opfer leiden unter den Folgen dieses psychosozialen Prozesses. Unser Hauptziel der Intervention im Schulkontext ist Mitgefühl und prosoziales Verhalten zu fördern und Cyber-Mobbing zu beenden. Dabei sehen wir bei unseren Interventionsgesprächen generell von Beschuldigungen ab (no-blame), um Verhaltensänderungen aller Beteiligten zu ermöglichen. Mit unterstützenden Mitschüler*innen versuchen wir eine nachhaltige demokratische Lebensgemeinschaft mit einem prosozialen Klima zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung von Wissen zum Selbstschutz im Netz (peer-to-peer).

Die Botschaft des Theaterstücks „Fake oder War doch nur Spaß“ und ein Vorsatz, den sich alle Zuschauer*innen mitnehmen konnten, ist es, an unserer eigenen Courage zu arbeiten, hinzuschauen und es nicht zuzulassen, dass jemand absichtlich andere Menschen körperlich, seelisch und sozial schädigt, unterdrückt, demütigt oder herabwürdigt.

Birgit Krüger (Beratungslehrerin), David Seviolo und Johannes Zahn (Leiter der AG Schülermedientraining)

 


 

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 5. März 2019

 


 

Herzlichen Glückwunsch!

58. Mathematik-Olympiade Niedersachsen

In diesem Schuljahr hatten sich fünf Schüler der Michelsenschule für die Teilnahme an der Landesrunde in Göttingen qualifiziert: Mika Flieth (Jahrgang 5), Raphael Wanjura (Jahrgang 5), Eike Könnecker (Jahrgang 6), Jonas Lüdemann (Jahrgang 7) sowie Alexander Thiel (Q2). Wir gratulieren allen fünf Teilnehmern zum Erreichen der Landesrunde. Am 22. und 23. Februar fanden die Klausuren zur Landesrunde statt. Mit viel Eifer und Durchhaltevermögen haben sich alle fünf Teilnehmer durch die schwierigen Aufgaben gekämpft. Dafür gebührt ihnen besondere Anerkennung. In der Landesrunde selbst haben dann die folgenden Schüler herausragende Ergebnisse erzielt: Raphael Wanjura (2. Preis), Alexander Thiel  (2. Preis) und Jonas Lüdemann (Anerkennung).

 


 

Trailer zum Theaterstück „Mord im Rampenlicht“

 


 

Ankündigung des Michelsentheaters

Ein Schuss gellt durch die Luft, dann bricht die Gestalt im Kostüm des Pestdoktors leblos zusammen. Die Schauspielerin Lauren Adams hat ihren Kollegen Gordon Murphy während einer Premiere am Londoner Theater erschossen. Vor den Augen der entsetzten Zuschauer.
Und so befinden sich Inspektorin Harrison und Doktor Reilly, die das Stück zufällig im Publikum verfolgten, in einem neuen Kriminalfall. Die Patronen wurden vor der Vorstellung ausgetauscht, wie die Ermittler von Scotland Yard entdecken. Und jede Person im Schauspielensemble scheint verdächtig. Wer hat die Munition im Revolver deponiert? Und welche der Personen haben ein Alibi? Die herrische Strugatskaja, der gediegene Ronald Wright, die junge Delpierre oder gar die sensible Adams selbst? Oder war es am Ende der etwas hektische Regisseur der Truppe? Motive, den verhassten Murphy ins Totenreich zu befördern, gibt es reihenweise. Doch der kaltblütige Mörder bleibt unbekannt, die Polizei tappt im Dunkeln. Und so wird Professor van Berg, ein Verbrechergenie mit mörderischer Erfahrung und unglaublicher Intelligenz, aus dem Gefängnis geholt und bei den Ermittlungen als Berater hinzugezogen... 
Im Dezember feierte das Kriminalhörspiel „Der Mord auf Zimmer 155“ erfolgreich auf Radio Tonkuhle Premiere. Die Serie dreht sich um den Psychoanalytiker Professor Vincent van Berg, welcher der Feder von Schriftsteller und Regisseur Silas Degen entsprungen ist. Das Theaterstück „Mord im Rampenlicht“ basiert auf der Kriminalgeschichte des Abiturienten und Schauspielers der Michelsenschule und erweckt das Verbrechergenie auch auf der Bühne zum Leben. In der klassischen Manier von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle wurde die Inszenierung vom Schauspielensemble der AG adaptiert und uraufgeführt.
 

 

Gelungene Kooperation mit der Universität Hildesheim im Fach Deutsch

 „Fantastische Konferenz“

Am Donnerstag, den 14. Februar 2019 und Freitag, den 15. Februar 2019 erhielten zehn Schülerinnen und Schüler der Michelsenschule der Jahrgänge 5 bis 7 die Möglichkeit, an der „Fantastischen Konferenz“ - einem besonderen Projekt der Universtiät Hildesheim - teilzunehmen. 
„Das partizipative Format ist voll aufgegangen“, freut sich Organisatorin Prof. Dr. Annette Pehnt. Durch die künstlerischen Workshops seien die Kinder sofort miteinander und mit den Studierenden in Kontakt gekommen. „Ab dann gab es kein Halten mehr! Wir haben zwei Tage lang fantastische und alltagsnahe Welten gebaut, gezeichnet, getanzt und gespielt; wir haben Literaturwissenschaft für Kinder gemacht, Bücher gesichtet, bei einer Lesenacht Geschichten der Studierenden gehört (bäuchlings auf Teppichen), haben mit Rauminstallationen experimentiert und sind vor allem immer wieder ins Gespräch gekommen.“ Die Schülerinnen und Schüler der Michelsenschule seien besonders offen, neugierig und experimentierfreudig gewesen.
Die Fachgruppe Deutsch der Michelsenschule bedankt sich beim Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universtität Hildesheim für die gelungene Zusammenarbeit!
 

 
Rückblick: EU-Planspiel

Rückblick 1: Planspiel zum Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechten in der Europäischen Union

Am 24. Januar 2019 stand das diesjährige Planspiel der 10. Klassen zu den Themen Datenschutz und Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union an. Um 7.50 Uhr fanden wir uns alle im Business-Outfit in der Aula der Michelsenschule ein. Eine genaue inhaltliche Einführung gab Referent Florian Aue, der im späteren Verlauf als Joe Black, Wissenschaftlicher Dienst, bezeichnet wurde. Anschließend erklärte er uns die Regeln und den genauen Ablauf. Im Planspiel haben wir nicht uns selbst gespielt, sondern eine fiktive Person eingenommen, wobei wir uns den Namen selbst ausgedacht haben. Unsere Position in Bezug auf die Datenschutzverordnung haben wir in einem sehr ausführlichen Skript bekommen. Neben den Rollen in den EU-Organen Kommission, Parlament und Ministerrat gab es auch die Presse. Alle Gremien waren jeweils mit vier Personen vertreten. Aufgabe der Presse war es, den Ministerrat über die Geschehnisse im Parlament und das Parlament über die Geschehnisse im Ministerrat zu informieren. Die Presse hatte ihren eigenen Raum, in dem sich die Vertreter austauschen und Artikel schreiben konnten. Nach der Verteilung der Rollen ging es dann in die Gruppen, das heißt, dass das Parlament in der Aula blieb und der Ministerrat und die Kommission in den Pavillon gingen. Hier wurden dann jeweils die Präsidenten und Vize-Präsidenten gewählt.
Der Vormittag war von vielen Sitzungen, aber auch informellen Gesprächen geprägt. Die Sitzungspausen wurden unter anderem von den Politikern genutzt, um in der Presse ihre Meinungen und Positionen bekannt zu machen. Da die Presse aber auch zuhört, wo keiner denkt, dass sie zuhört, gab es auch für den einen oder anderen Politiker unerfreuliche Schlagzeilen. Hier ein Auszug einer unerfreulichen Nachricht für die Politikerin und ECR-Vorsitzende Nikola Nowak (fiktive Person):
„Ein Statement von Frau Nowak ist sehr aufbrausend und eventuell auch eines, welches in die Richtung von Volksverhetzung geht: „Die Linken gehören in den Keller gesperrt!“. Diese Worte sagte sie gegenüber dem aus der Linken Fraktion (GUE/NGL) stammenden Axel-Finn Witzel, welcher dies als heftige Beleidung kritisierte. Dies wirft natürlich ein schlechtes Licht auf Frau Nowak, welche nun nur noch schwer ernst genommen werden kann.“
Diese Meldung stammte aus dem Parlament. Natürlich gab es auch einige Schlagzeilen aus dem Ministerrat, wobei dort die Topnachricht, der Streit zwischen Schweden, Polen und Deutschland (fiktiv), lautete:
„Spannungen im Ministerrat zwischen Deutschland und Polen über die aktuelle Verordnung: Laut der Aussage Frau Schmidts und der Aussage Frau Ludwigs gibt es trotz erster Einigung der Verordnung des Ministerrates doch noch einige Meinungsverschiedenheiten was die Verordnung betrifft. Diese herrschen vor allem zwischen Deutschland und Polen, welche sich, laut Aussage von Laura Müller (Presse), mit hoher Lautstärke anschrien, wobei von Seiten Polens folgender Kommentar gefallen ist, welcher die Diskussion noch mehr anheizte: „Niemand interessiert sich für Deutschland!“, welcher die Diskussion nur noch mehr anheizte.“
Auch diese Schlagzeile sorgte für rege Diskussionen im Parlament und im Ministerrat. Natürlich gab es auch eine Mittagspause, welche von Presse, Minister und Politiker gern wahrgenommen wurde.
Alles in allem war es ein informativer und erfolgreicher Tag und alle haben etwas dazu gelernt. Viele Schüler fanden es sehr gut, dass man das im letzten Halbjahr Gelernte einmal in der Praxis umsetzen und ausprobieren konnte. Viele fanden allerdings nicht so gut, dass alles auf einen Tag komprimiert wurde. Besser wäre es, das Planspiel auf zwei oder gar drei Tage auszudehnen, dann aber auch nur bis zur 6. statt bis zur 8. Stunde durchzuführen.
Melisa Kara (Klasse 10.4), Maximilian Meyer (Klasse 10.4), Alexandra Köhler (Klasse 10.3)
 
 

 
 
Rückblick 2: EU-Planspiel „Destination Europe“
Im Rahmen des Unterrichtsthemas in der 10. Klasse „Europäische Union“ haben wir am 24. Januar 2019 ein Planspiel zum Thema „Destination Europe“ durchgeführt. Es wurde von der Michelsenschule und dem CIVIC-Institut für internationale Bildung organisiert und von der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Niedersachsen) mitfinanziert. Frau Redder, Frau Schlegel und Herr Skowronski sowie vier Vertreter/innen des CIVIC-Instituts begleiteten als „Mitarbeiter/innen des Wissenschaftlichen Dienstes“ das Planspiel. Es ging um das aktuelle Thema der EU-Flüchtlingspolitik und wie sie verbessert werden sollte. Hierbei sollten wir die maßgeblichen EU-Organe Kommission, Ministerrat, Parlament und eine Presseabteilung bilden. Nach der Begrüßung in der Aula ging es in die Einlesephase. Jeder Schüler hat eine eigene Rolle bekommen und alle haben sich in ihren Gruppen zusammengefunden. Danach gab es eine erste allgemeine Zusammenkunft, in der der heutige Gesetzesvorschlag (EU-Verordnung) vorgestellt wurde. Es sollte eine neue Agentur gebildet werden, die dabei helfen sollte, die Asylverfahren zu beschleunigen und zu vereinfachen. Anschließend diskutierten das Parlament und der Ministerrat zusammen mit jeweils zwei Kommissionspräsidenten über mögliche Änderungen des Vorschlags zum Rechtsakt. Die Presse konnte zwischendurch immer wieder bei spannenden Diskussionen dabei sein und darüber Artikel schreiben. Diese Artikel wurden ausgedruckt und für alle ersichtlich ausgehangen.
Im Parlament sowie im Ministerrat gab es viele Meinungsverschiedenheiten und heiße Diskussionen, die aber durch viel Reden und durch Eingehen von Kompromissen gut gelöst werden konnten. Nach der Mittagspause gab es eine Pressekonferenz, in der drei Parlamentarier, zwei Minister und ein Kommissionschef sich den Fragen der Presse stellten. Nun ging es in eine weitere Bearbeitungsphase. Parlament und Ministerrat mussten sich auf ein gemeinsames Ergebnis einigen. Am Ende wurden alle Änderungen durch Abstimmungen festgehalten und aufgeschrieben.
Für uns war das Planspiel sehr spannend und eine tolle Erfahrung. Auch durch unsere Businesskleidung machte es uns viel Spaß und wir konnten uns sehr gut mit den Rollen identifizieren. Die Evaluationsrunde brachte auch ausschließlich positives Feedback. Außerdem lernten wir Europa besser kennen und wurden uns bewusst, wie wichtig Kooperationsfähigkeit und wie spannend Politik ist.
Martha Jette Leinemann, Klasse 10.1

 
Film ab!

Filme zur Bläserklasse online

Im vergangenen Jahr besuchte ein professionelles Filmteam die Bläserklassen und die BigBand der Michelsenschule. Nun sind die drei Kurzfilme online, die die Entwicklung vom ersten Lernjahr bis zum Ende der Bläserklasse zeigen und einen Einblick in die BigBand geben. Zu sehen im Menü unter Spezielle Angebote > Bläserklasse > Filme zur Bläserklasse oder direkt >hier klicken.