Michelsenschule Hildesheim - 2022
Vom Fuchs und Raben

Die Fabel vom Fuchs und Raben (Version 2022)

Eines Tages flog der Rabe, der nicht mehr auf die Hilfe des Fuchses angewiesen war, mit einem erbeuteten Apfel in den Klauen auf einen Baum. Der Fuchs roch diesen Apfel und folgte dem Duft. Als er beim Baum angekommen war, sah er den Raben und wurde wütend. Er erinnerte sich noch zu gut daran, dass er dem Raben einst sagen konnte, was er wollte, und dass dieser es auch ausführte, so lange er nur etwas zu essen bekam, was ihn sättigte.

Also rief er zum Raben: „He, Rabe, was ist eigentlich dein Dank, dass ich dich damals durchgefüttert habe?“ „Hallo, Fuchs. Ich habe damals alles ausgeführt, was du mir gesagt hast!“, antwortete der Rabe. Der Fuchs kniff die Augen zusammen und schlich sich näher an den Baum. „Es gibt eine einfache Tour oder eine harte!“, zischte der Fuchs mit sehr viel Kraft in der Stimme. „Und welche? Ich habe keine Angst vor dir, Fuchs!“, entgegnete der Rabe tollkühn. „Ach, Rabe, du bist nur dumm genug, um nicht zu fliehen und um mich zu beleidigen. Also, die einfache Tour ist die: Du schmeißt den Apfel herunter und führst wieder aus, was ich dir sage. Oder ich komme zu dir hoch und kämpfe.“ „Ich folge dir nicht mehr!“, sagte der Rabe selbstsicher. „Okay“, zischte der Fuchs sehr gefährlich. Ohne weitere Vorwarnung sprang er hoch zum Raben und attackierte ihn. Von der Angst gepackt flog der Rabe aus der Reichweite des Fuchses, ließ aber den Apfel da.

Der Fuchs nahm ihn sich, aber aß ihn nicht. Was sollte er denn mit diesem Apfel machen, wenn der Rabe ihn nicht holen kommt oder gar in einen anderen Wald zieht?

Lena, Klasse 6.4