Michelsenschule Hildesheim - 2020

Rückblicke 2020

 

„Politische Bildung dieser Art ist wichtig!“

Mit Rollenkarten gegen den IS - Das politische Planspiel der 11. Klassen

Am Mittwoch, den 19.02.2020 fand für die Klasse 11.3 das Planspiel „UN“ unter der Leitung von Jugendoffizier Florian Rohmann und Björn Stöckemann statt. Während der 8-stündigen Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit, genauere Einblicke in die politische Entscheidungsfindung der UN zu erhalten. Dabei lag der Fokus vor allen Dingen auf dem Syrien-Konflikt und den damit verbundenen Aufgaben des UN-Sicherheitsrates.

Um die Situation realistisch nachstellen zu können, wurde jedem Schüler eine spezifische Rolle zugeteilt. Dabei wurden die Posten des/r Generalsekretärs/Sekretärin, der Presse und der verschiedenen Mitgliedsstaaten belegt, wobei unter anderem die USA, Deutschland, Russland, Saudi-Arabien, die Türkei und Syrien vertreten waren.

Nach einer kurzen Einführung in die Entwicklung und politische Lage in Syrien starteten wir direkt mit einer kleinen Vorstellungsrunde, bei der jeder seine politischen Absichten (Rollenkarten) präsentierte und sich im Syrien-Konflikt positionierte. Schon hier konnten wir eine wirklich authentische Rollenverteilung feststellen und die Atmosphäre trug dazu bei, dass wir in der Lage waren, seriös und motiviert miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten. Unter der koordinierenden Anleitung der Generalsekretärin hielten wir im Anschluss, während der UN-Generalversammlung, der Pressekonferenz und der Sitzung des Sicherheitsrates Debatten, um einen Weg zu finden, den IS zu bekämpfen und Hilfe für Syrien zu leisten. Mit dabei war immer die Presse, welche Informationen zusammentrug und Anmerkungen sowie Fragen zu dem Verhalten der Landesvertreter lieferte.

Bei der Diversität der politischen Positionen der Mitgliedsstaaten waren Komplikationen bei der Entscheidungsfindung unvermeidlich, wenn man bedenkt, dass beispielweise gegensätzliche Pole, wie z.B. Russland und die USA, an einem Tisch im UN-Sicherheitsrat Übereinkommen treffen müssen.

Trotz alledem gelang es dem Klassenverband, mitunter durch richtungsweisende Einwürfe von Herrn Rohmann und Herrn Stöckemann, ein Abkommen zu gestalten, welches die humanitäre Hilfe sowie die militärischen Einsätze im Gebiet Syrien/Irak regelt.

Während des Planspiels wurde uns bewusst, wie umfangreich und kompliziert es ist, in den UN zu einer gemeinsamen Entscheidung zu finden - insbesondere in Anbetracht des Vetorechts einiger Staaten und dem UN- Grundsatz der Staatssouveränität. Außerdem wurde, in Bezug auf die Vielschichtigkeit der Kämpfe in und um Syrien, etwas Licht ins Dunkel der Bündnispartner gebracht. Wir sind nun in der Lage, besser über das, was wir fast täglich in den Nachrichten hören, zu urteilen, um uns unsere eigene Meinung zu bilden. Die internationale Zusammenarbeit ist heutzutage gefragter als je zuvor, weswegen die UN mit ihren zahlreichen Mitgliedsstaaten einen so wichtigen Teil unserer Politik bildet.

Unser Fazit: Politische Bildung dieser Art ist wichtig und trägt maßgeblich zum Verständnis der Entwicklung unserer Zeit bei. Gerade in Betracht auf Nah-Ost-Konflikte ist es notwendig, besser informiert zu werden, um politisches Interesse zu entwickeln. Die authentische Umsetzung des Planspiels durch Herrn Rohmann und Herrn Stöckemann sorgt außerdem für das Gefühl „erlebter Politik" und was in der Theorie vielleicht trocken und langweilig erscheint, wird mit ganz neuen Erfahrungen und Einsichten geprägt. Wir finden die Idee, Vorgänge, die so entfernt von uns scheinen, zu uns ins Klassenzimmer zu holen und greifbar zu machen, sehr gut und haben definitiv einen Mehrwert aus der Zusammenarbeit gezogen.

Daja Aliena Kunitz, Celina Grein


 
Valentinstag

Liebe Grüße zum Valentinstag...

...von der Klasse 6.2! ;-)

 


 

Fokus Balkan und Destination Europe

Europa-Planspiel 2020

Auch in diesem Jahr fand an der Michelsenschule das Europa-Planspiel statt. Am 30. Januar 2020 besuchten sechs Referenten des Instituts für internationale Politik unsere Schule, um mit uns einen Schultag lang europäische Politik nachzuerleben. Diesmal wurde das Spiel in zwei Schwerpunkte unterteilt: Fokus Balkan und Destination Europe. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit tagesaktuellen Themen der Migrations- und Asylpolitik („Destination Europe“) oder der möglichen Erweiterung der EU um die Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Albanien. Jeder bekam eine Rolle: Mitglied des europäischen Parlaments, des Ministerrates, der Kommission oder der Presse. Je nach Land, Fraktion musste sie/er ihre/seine Rolle vertreten. Es gab hitzige Diskussionen über die Thematiken, bei denen jeder seinen Standpunkt überzeugt und überzeugend vertreten musste. Besonders war die Atmosphäre, die in den Gruppen herrschte. Dadurch, dass alle ihre Rolle sehr ernst genommen haben, vergaß man sich selbst schnell in dem zu diskutierenden Szenario und konnte seinen Standpunkt äußerst authentisch vertreten. Damit jeder über alle Aktivitäten der anderen Institutionen Bescheid wusste, gab es die Presse. Diese bestand aus vier Akteuren und hielt durch Interviews mit den Politikern, Berichten und Kommentaren, die für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich waren, jeden auf dem Laufenden. Ausgesprochen relevant war auch die Kleidung der Teilnehmenden, denn diese vermittelte besondere Authentizität. Viele sah man an diesem Tag im Anzug, Blazer oder Rock. 

Für alle, die an diesem Tag mitgewirkt haben, war das Planspiel sehr aufschlussreich und lernintensiv. Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, sodass insgesamt eine tolle und produktive Atmosphäre herrschte.

 


 

Stationenlauf anlässlich des Holocaust-Gedenktages

„Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen“

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2020 organisierten die Geschichtskurse der Q1 unter der Leitung von Frau Gezer einen Stationenlauf für die siebten Klassen. In Gruppen durchliefen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen zu Themen wie „Anne Frank“, „Deportationen“ oder „Kinder im KZ“. Den Lerngruppen wurde das Thema durch unterschiedliche Medien - z. B. Hörspiele oder Filmszenen -  vermittelt; anschließend konnten sie sich unter anderem durch Tagebucheinträge, Recherchen mittels Tablet oder Diskussionen einbringen.

Das Projekt stieß auf positive Rückmeldungen von jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Insbesondere die tiefgründigen Gedanken zum Thema „Anne Frank“ überraschten positiv: Diese werden in Form von Tagebucheinträgen in den nächsten Tagen im Foyer zu lesen sein.

Anna, Belana, Janna, Merle (Q1)

 


 

Food-Trends auf der Spur

Q1-Kurs Ernährung besuchte die Internationale Grüne Woche in Berlin 

Am frühen Morgen des 22.01.2020 starteten wir, der Q1-Kurs Ernährung, gemeinsam mit Frau Wittkopf Richtung Berlin. „Sausewind Reisen“ brachte uns bequem und sicher an unser Ziel: das weitläufige Messegelände in Berlin, wo in zahlreichen großen Hallen wieder die Grüne Woche stattfindet. Wir hatten uns auf den Besuch im Unterricht vorbereitet, dennoch war der erste Eindruck dann wegen des riesigen Ausmaßes und vielfältigen Angebots beeindruckend. Zum Glück vermittelte uns der Marketingchef der Niedersachenhalle, Herr Marquardt, gleich zu Beginn eine erste Orientierung. So konnten wir gut vorbereitet die Ausstellungen der verschiedenen Bundesländer und zahlreicher Länder aus aller Welt mit allen Sinnen erkunden. 

Und tatsächlich wurden alle Sinne angesprochen: Neben landestypischen kulinarischen Delikatessen, die wir auch verkosten konnten, wurden auch Eindrücke zur kulturellen Vielfalt durch Trachten, Tanz und Musik vermittelt. Daneben konnten wir uns auch auf vielfältige Weise zu aktuellen Themen informieren, wie der Rolle der Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft beim Klima-, Natur- und Tierschutz und nachhaltiger Ernährung sowie globalen Aspekten der Ernährung – hierzu besonders interessant die Präsentation afrikanischer Staaten in einer vielseitigen und bunten Halle, die in Zusammenarbeit mit dem BMZ durchgeführt wurde. 

Auch über neue und möglicherweise zukunftsweisende Food-Trends erfuhren wir etwas an verschiedenen Stellen, so konnten wir unter anderem in der ausgefallen gestalteten Streetfood Halle auch Snacks aus Insekten und Algenpastete probieren. Als besonders schön erlebten wir die Tierhalle mit vielen, auch alten und weniger bekannten Tierrassen sowie die Blumenhalle mit ihrer Blütenpracht, welche sich in einer wunderschön gestalteten Landschaft präsentierte.  

Insgesamt bot die Messe eine unglaubliche Vielfalt und war dabei sehr informativ. Wir erlebten überall eine sehr nette und aufgeschlossene Atmosphäre und hätten gern mehr Zeit dort verbracht, um noch mehr Angebote wahrnehmen zu können.

 


 

Herzlichen Glückwunsch!

Michelsenschüler sind Teil des Landesjugendblasorchesters Niedersachsen

Anna-Maria Engelke (Posaune, 11.3) und Juri Peters (Tuba, 10.4) sind ab diesem Jahr Teil des Landesjugendblasorchesters Niedersachsen. Beide konnten die Jury in Wolfenbüttel beim Vorspiel im Januar von sich überzeugen. Anna-Maria und Juri sind beide durch die Bläserklasse an der Michelsenschule zu ihrem Instrument gekommen.

Das Landesjugendblasorchester Niedersachsen (LJBN) ist das Auswahlorchester im Bereich sinfonischer Blasmusik des Landes Niedersachsen und vereint junge, hoch talentierte Musiker im Alter zwischen 12 und 21 Jahren. Einmal im Jahr können sich alle Interessierten bei einem Vorspiel für das Landesjugendblasorchester Niedersachsen bewerben.

Das Orchester erarbeitet zweimal im Jahr in intensiven Probenphasen neue, anspruchsvolle Programme, die in Niedersachsen, dem Bundesgebiet und auch international aufgeführt werden. Zu Beginn jeder Arbeitsphase unterstützen ausgewählte Fachdozenten aus Berufsorchestern, Musikpädagogen und Spezialisten für Blasorchestermusik die Arbeit des LJBN durch ihre Registerproben. Damit wird nicht nur die Erfahrung gefördert in einem Spitzenklangkörper zu spielen, sondern auch die individuelle Weiterbildung am eigenen Instrument.

Schirmherr des Orchesters ist der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.